News vom 18.04.2018

Bundesnetzagentur hat am 10. April die Ausschreibungen für KWK-Anlagen gestartet

Präsident Homann: „Die Ausschreibung für innovative KWK-Systeme soll neue Erkenntnisse fördern“

Die Bundesnetzagentur hat heute die zweite Ausschreibungsrunde für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und die erste Ausschreibung für innovative KWK-Systeme für den Gebotstermin 1. Juni 2018 eröffnet.

"Wir hoffen, dass sich der Erfolg der letzten Ausschreibung im Hinblick auf die Kosteneffizienz der KWK-Förderung fortsetzt und auf die erste Ausschreibungsrunde für innovative KWK-Systeme übertragen werden kann“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Innovative KWK-Systeme

Innovative KWK-Systeme liefern wertvolle Erkenntnisse für die künftige Rolle von KWK-Anlagen in der öffentlichen Wärmeversorgung in dekarbonisierten Strom- und Wärmesystemen. Sie setzen sich zusammen aus einer KWK-Anlage, einer innovativen erneuerbaren Wärmequelle und einem elektrischen Wärmeerzeuger. Bei innovativen erneuerbaren Wärmequellen kann es sich etwa um Solarthermie, Geothermie oder eine Wärmepumpe handeln. Diese innovativen KWK-Systeme sollen zeigen, wie das Zusammenspiel von flexiblen KWK-Anlagen mit erneuerbaren Energien im Strom- wie im Wärmebereich ausgestaltet werden kann. Sie werden mit dieser Ausschreibung erstmals gefördert.

Ausschreibungsbedingungen

Für innovative KWK-Systeme beträgt der Höchstwert 12 ct/kWh, das Ausschreibungsvolumen dieser ersten Runde umfasst 25 Megawatt installierte KWK-Leistung.

Für die parallel durchgeführte zweite Ausschreibungsrunde für KWK-Anlagen beträgt der Höchstwert wie in der Vorrunde 7 ct/kWh. Für diese Kategorie beträgt das Ausschreibungsvolumen 93,019 Megawatt installierte KWK-Leistung.

Die aktuellen Ausschreibungsbedingungen sind auf der Homepage der Bundesnetzagentur unter
www.bundesnetzagentur.de/kwk-ausschreibung veröffentlicht.

Die Bundesnetzagentur hat mit der Bekanntmachung der Ausschreibung Formulare für die Gebotsabgabe veröffentlicht, die alle Bieter verwenden müssen, um an den Ausschreibungen teilzunehmen.

Hintergrund

Die Bundesnetzagentur ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Zu den zentralen Aufgaben der Regulierungsbehörde gehört die Aufsicht über die Märkte Energie, Telekommunikation, Post und Eisenbahn.

Die Bundesnetzagentur sorgt u.a. dafür, dass möglichst viele Unternehmen die Leitungsinfrastruktur in diesen Bereichen nutzen können, damit Verbraucherinnen und Verbraucher von Wettbewerb und günstigen Preisen profitieren.

Mit Hauptsitz in Bonn und weiteren zentralen Standorten in Mainz und Saarbrücken sowie 46 Außenstellen in ganz Deutschland beschäftigt die Behörde über 2900 Mitarbeiter.